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Kurzgeschichte zum Thema "Nichts"

Kaum ein Thema kann derart umfangreich sein wie "Nichts". Es ist weitaus interessanter als es zunächst den Anschein hat. Ignorieren wollte ich den Literaturwettbewerb der 42erAutoren e. V., einem gemeinnützigen Verein zur Förderung der Literatur. Zumal ich ausreichend mit den sperrigen Protagonisten meines aktuellen Romans zu kämpfen habe. Aber es hat nicht geklappt. "Nichts" fesselte mich irgendwie.

 

Ich dachte mir, der Einsendeschluss ist bereits am 15. Oktober 2021, also hau rein, hau in die Tasten. Entweder fällt dir auf die Schnelle was ein oder eben nicht. Und was mir alles eingefallen ist. Eine ganze Din a 4 Seite habe ich vollgekrakelt mit Gedanken, die im weitesten und engsten Sinne mit "Nichts" etwas zu tun haben.

 

Nichts kann null sein oder etwas, das fehlt oder auch etwas , das ungültig ist.

Nicht kann Abwesenheit bedeuten oder einen leeren Teller, einen leeren Magen oder auch ein leeres Konto.

Nichts kann sehr viel sein, wenn man nichts als Sorgen hat, der Partner meint, das ginge einen nichts an oder auch der Chef herummeckert, man sei zu nichts zu gebrauchen.

Was aber verbindet alle diese "Nichts"? Die Antwort darauf ist einfach: "Nichts" lässt sich nicht ignorieren, genauso wenig, wie ich es geschafft habe, die Ausschreibung zu ignorieren.

 

Mein "Nichts" muss noch ein paar Tage älter werden, damit ich sagen kann: Ich habe nichts mehr zu korrigieren. Hoffentlich verpasse ich den Einsendeschluss nicht, denn sonst habe ich nichts von dem Wettbewerb.