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Pitch - Literaturcafé-Podcast

Im Podcast Nr. 18 von Wolfgang Tischer und Diana Hillebrand ging es um die Themen Pitch und Exposé (www . schreibzeug - podcast . de).

Dem Aufruf, einen Pitch zu einer vorhandenen Geschichte oder einer noch zu schreibenden Geschichte einzureichen, konnte ich nicht widerstehen. Zunächst dachte ich daran, mein aktuelles Projekt passend zusammenzufassen, hatte jedoch Bedenken, möglicherweise zu viel von meiner Idee zu verraten. Nun gut. Ich habe ja bereits einige Romane veröffentlicht und konnte daher dennoch unbefangen teilnehmen.

Ich hatte mich dazu entschlossen, den Roman "Sluga" in drei Sätzen so zusammenzufassen, dass man weiß worum es geht, Neugierde weckt und dabei keinesfalls das Ende verrät. Gebannt wartete ich auf die Veröffentlichung meiner eingereichten Sätze. Heute war es dann endlich so weit. Gegen 0.00 Uhr wurde der Spezial-Podcast ins Netz gestellt. 36 "Werke" wurden vorgelesen und individuell kommentiert. Besser geht es kaum.

Anschaulich erklären Wolfgang Tischer und Diana Hillebrand, worauf es ankommt, wie es nicht geht und was jeder Einzelne optimieren kann. Besonders deutlich sticht heraus, wie schwierig es ist, kurz und knapp zu sagen, worum es geht. Hört sich einfach an, ist es aber nicht.

 

Offensichtlich habe ich die Grundlagen des Pitch-Aufbaus verstanden.

 

2025 wird der Roboter Sluga zur Unterhaltung von Senioren in einem Pflegeheim eingesetzt. Medizinisch betreut werden die Bewohner von Dr. Aglus, einem Maschinenmenschen. Beide Androiden entwickeln ein unkontrollierbares Eigenleben.

 

Positiv: Es wird deutlich, dass es sich um einen Zukunftsroman handelt, in dem alte Leute von Robotern umgeben sind. Die beiden Hauptfiguren sind namentlich benannt. Das Umfeld (Pflegeheim) ist eindeutig.

 

Kritikpunkt: Der letzte Satz sei zu schwammig, weil man nicht wisse, wohin das Eigenleben führt. Wird der (zukünftige) Zustand in Pflegeheimen angeprangert? Retten die beiden Roboter die Senioren aus einem schrecklichen Pflegealltag? Bringen die beiden sämtliche Bewohner des Seniorenheimes um?

 

Ich dachte, solche Fragen würden dazu beitragen, Spannung zu erzeugen, beziehungsweise auf den Text neugierig zu machen. Bei einem Pitch erzeugt das jedoch unnötige Verwirrung anstatt konkret zu benennen, worum es letztendlich geht.

 

Jetzt weiß ich Bescheid.